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ZDF-Beitrag zu TUI: Stellungnahme des Unternehmens

Das ZDF hat am 19. August 2015 im Rahmen der Sendereihe zoom unter dem Titel „Außen hui, innen…?“ gegen unser Unternehmen und den langjährigen Partner RIU eine Reihe von Behauptungen aufgestellt bzw. Anschuldigen erhoben. Zu den wesentlichen Punkten möchten wir kurz Stellung beziehen. Die Sendung finden Sie hier.

Bezahlung Zimmermädchen auf Mallorca
Gerade bei Riu besteht eine extrem hohe Mitarbeiter-Bindung und Loyalität zum Unternehmen und der Familie mit einer sehr hohen Betriebszugehörigkeit der Stammbelegschaft. Viele Mitarbeiter sind seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten für Riu tätig. Dies spricht für die Attraktivität und Verlässlichkeit, die RIU als Arbeitgeber und Kooperationspartner der TUI geniesst.

Bei den erwähnten 4 Stunden-Verträgen handelt es sich um zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse in der Saison, da das Geschäft auf Mallorca sehr stark saisonal geprägt ist.

Zeiten mit sehr hoher Auslastung müssen auf Mallorca wie überall in der Hotellerie durch zusätzliche Arbeitskräfte aufgefangen werden. Dafür werden Mitarbeiter zusätzlich zur erfahrenen RIU-Stammbelegschaft eingestellt. Nur so lässt sich auf die immer flexibleren Abreise-/Ankunftszeiten von Gästen reagieren und sicherstellen, dass die Zimmer frühestmöglich bezugsfertig sind. Beschwerden aufgrund von Verstössen liegen RIU nicht vor.

Der im Beitrag dargestellte Arzt spricht explizit nicht über RIU, sondern allgemein über Zimmermädchen. Erst das ZDF stellt durch die filmische Darstellung und anonyme Bild-/Ton-Sequenzen einen Bezug zu RIU her.

Im Übrigen hat RIU bei allen renovierten Hotels in Spanien die Gästebetten durch neue ersetzt, die für die Zimmermädchen bei ihrer Arbeit ergonomischer sind. Die Bettenhöhe kann während des Säuberns des Zimmers und beim Beziehen des Bettes verstellt werden, um rückenschonendes Arbeiten zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es auf Mallorca eine besondere Sozialversicherung für Saisonarbeiter. Im Winter erhalten diese dann eine Art Arbeitslosengeld.

All dies war dem ZDF bekannt.

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Fehlendes Umweltgutachten RIU Cancun
RIU betreibt das beschriebene Hotel seit über 10 Jahren. RIU hat uns im Rahmen der Recherche mitgeteilt, dass entsprechend den vor Ort vorliegenden Genehmigungen gehandelt wurde. Diese wurden auch für den im Beitrag beschriebenen Fall umfassend überprüft und von den verantwortlichen Behörden bestätigt.

Aus diesem Grund können wir die im Beitrag beschriebenen Anschuldigungen nicht bestätigen.

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All-inclusive schädigt die Gastronomie auf Mallorca
All-inclusive (AI) ist kein Konzept, dass man aus Kostengründen einsetzt. All Inclusive liegt bei vielen Kunden im Trend, insbesondere weil viele Familien und auch ältere Gäste den Komfort im Hotel und die Budgetsicherheit schätzen.

Mallorca ist keine klassische All-inclusive -Destination. Viele Hotels auf der Insel bieten All-inclusive nicht als alleinige Verpflegungsoption, sondern zusätzlich zur Halbpension an, so dass der Gast die Wahl hat. Zum Vergleich: in der vergangenen Sommersaison haben 37 Prozent der TUI Gäste auf Mallorca diese Form der Rundumversorgung gebucht, Halbpension rund 50 Prozent. Die Gäste präferieren also verschiedene Formen der Verpflegung. All Inclusive ist der deutlich geringere Anteil.

Selbst wenn aufgrund von All-inclusive Hotels die Angebote ausserhalb der Hotels weniger werden sollten (bspw. Restaurants), entstehen gleich viele Arbeitsplätze – meist sogar noch mehr – im Hotel. Gleichzeitig tragen All-inclusive Hotels genauso wie alle anderen Hotelarten zur lokalen Wertschöpfung bei. Das Geld fliesst dabei nicht automatisch an die TUI, sondern bleibt im Land wie bei „normalen“ Hotels.

Die TUI hat in Kooperation mit PwC und der Travel Foundation untersuchen lassen, welche Auswirkungen Ferienreisen auf eine Destination haben (gemessen wurden die Auswirkungen des Besuchs von 60‘000 TUI-Gästen in 8 Hotels auf Zypern im Jahr 2013).

Die Studie misst und beurteilt eine Vielzahl wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, ökologischer und steuerlicher Folgen für das Zielgebiet und belegt, wie wichtig es ist, bei der Beurteilung der Folgen des Tourismus für eine Destination das „grosse Ganze“ zu verstehen:http://www.tuigroup.com/de/2015-07-13-TIMM-de

Diese Studie am Beispiel Zyperns lag dem ZDF ebenfalls vor.

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Umweltengagement der TUI
Als weltweit führender Tourismuskonzern übernimmt die TUI seit 25 Jahren Verantwortung für ihr Handeln in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft. Dieses Engagement wird extern anerkannt und immer wieder bestätigt. So ist die TUI weltweit der einzige Touristikkonzern, der im renommierten Dow Jones Sustainability Nachhaltigkeitsindex Index gelistet ist, zugleich auch im britischen FTSE4Good und zahlreichen weiteren Finanzindizes. Die Anstrengungen der TUI Group im Bereich des Klimaschutzes führen zudem zu Top-Platzierungen im sogenannten Climate Disclosure Leadership Index.

Es gibt zahlreiche Projekte, die der Konzern unterstützt, um dem nachhaltigen Gedanken gerecht zu werden, darunter den TUI Wald auf Mallorca, ein Umwelt-Forschungsprojekt im Bereich der Airlines in Kooperation mit Boeing und Nasa, die aktuell umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe am Markt bei TUI Cruises, bis hin zum Einsatz für die Rechte von Kindern und für Bildung und Ausbildung. Das Engagement für die Umwelt wird auch von zahlreichen Kollegen im Konzern unterstützt, zum Beispiel vor kurzem durch eine konzernweite Beach-Clean-Up-Aktion in über 50 Destinationen.

Trotz dieser zahlreichen Beispiele zweifelt das ZDF die Wahrhaftigkeit des Engagements der TUI an, da der Konzern laut eines Interviewpartners bei einem nicht näher benannten Umweltpreis selten Preise gewinnen würde.

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Verlagerung der Heavy Maintenance von TUIfly nach Rumänien
TUI bündelt Aufgaben bei seinen fünf europäischen Ferienfluggesellschaften, zum Beispiel den Einkauf von Flugzeugen oder die die Wartung. Ziel ist es unter anderem, vorhandene Kapazitäten besser auslasten zu können und bessere Einkaufskonditionen zu erzielen. Zwei Drittel der sogenannten „Heavy Maintenance“ werden übrigens weiterhin bei TUI erledigt –

zentral bei der TUI-Tochter Thomson Airways in Luton/England. Für den darüber hinaus gehenden Bedarf wurde nach einer Ausschreibung ein Vertrag mit der Lufthansa Technik AG geschlossen, dem Weltmarktführer in der Wartung von Flugzeugen.

Neben Lufthansa Technik und anderen Anbietern wurde bei dieser Ausschreibung auch Aerostar angefragt ein Angebot abzugeben. Für die Grundsatzentscheidung zur Zentralisierung der Wartung (66% im TUI/Thomson Airways Betrieb in Luton, 34% bei einem externen Dienstleister), wurde eine zuvor von einem Beratungsunternehmen erstellte Studie zugrunde gelegt, die als externen Dienstleister Aerostar berücksichtigte. Die hierzu im Aufsichtsrat und Geschäftsführung gefassten Beschlüsse standen jedoch unter dem Vorbehalt des Ergebnisses einer Ausschreibung unter mehreren Anbietern sowie deren intensiven Überprüfung.

Im Übrigen ist Aerostar ein zertifizierter Betrieb mit Sitz in Rumänien und hat in der Vergangenheit auch für TUI Fluggesellschaften (Nordic und Belgien), wie auch für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines Wartungsaufträge erledigt.

Der Umfang der jetzt vergebenen Wartungsarbeiten überstieg nach Prüfung und Bewertung des TUI Airlines Management die vorhandenen Kapazitäten. Zusätzlich konnte TUI einen bestehenden Vertrag für andere Aufgaben mit Lufthansa Technik neu verhandeln. Das Gesamtpaket führt zu sehr attraktiven Konditionen im Interesse aller TUI Airlines bei Lufthansa Technik. Ausserdem kommen mit Lufthansa und TUI zwei Partner zusammen, die den gleichen Anspruch an Qualität und Sicherheit haben.

Lufthansa Technik hat die Zusammenarbeit bereits im Juni mit einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Der Vertrag zwischen beiden Unternehmen ist inzwischen unterzeichnet.

Beides war dem ZDF bekannt.